Schon wieder ein Wettkampf…   

Kinder- und Jugendturnier in Basdorf, sozusagen „nebenan“.

Diesmal war der TSV zwar nur mit drei Kämpfern vertreten, dafür aber umso erfolgreicher.

Der kleine Leon Franke (u8) startete bis 28 kg und hatte drei Gegner: zwei aus unserem Bundesland und einen aus Sachsen.

Leon hatte sehr viel aus den Kämpfen in Weimar gelernt. Er war vollkommen konzentriert und seine Aufregung hatte er ebenfalls besser im Griff. So gelang es ihm, beide Konkurrenten der Nachbarvereine mit „full house“ (14:0 wegen technischer Überlegenheit) zu besiegen. Er kämpfte sehr konzentriert und sauber, konnte jedoch den Gegner aus Groitzsch, den er aus Weimar kannte, noch nicht besiegen. Dieser hatte auch die anderen beiden Kämpfer bezwungen, so dass er unseren Leon auf den zweiten Platz verwies.

Rouven, der Bruder, startete in der u10 bis 31 kg im Doppelpool, da 6 Starter gemeldet waren.

Seine Teilpool-Gegner hatten keine Chancen: saubere Atemis, sauberes Beinstellen und tolle Innensichel. Erst die Gegner im Habfinale und im Finale waren wirklich ernst zu nehmen. Aber auch hier war Rouvens Übersicht und Können einfach überlegen … Nur an den Festhalten müssen wir aktuell weiter arbeiten.

Die Dritte im Bunde war Leoni Miersch (u16 bis 63 kg).

Zunächst wollte sie ihre Dauerkonkurrentin, gegen die sie in Weimar verlor, besiegen. Leoni kämpfte aggressiv und entschlossen, konnte im Part 1 auch gut punkten, dann misslang ihr ein Konterwurf, der das Match sicher positiv entschieden hätte. Jetzt zog die Gegnerin an und schaffte es, Leoni mit einem Wurf zu überwinden. Schade, knapp unterlegen.

In der zweiten Auseinandersetzung stand ihr eine hochmotivierte Berlinerin gegenüber. Leoni behielt die Übersicht und arbeitete zielgerichtet auf den Sieg hin. Ihr gelang ein Wurf mit Festhalte und danach ging es im Part 1 nur noch um einen sauberen Treffer. Darauf konzentriert, dauerte der Kampf nur noch Sekunden.

Alle drei Kämpfer standen somit verdient auf dem Treppchen.

Rouven durfte die Goldmedaille und Leoni sowie Leon beide eine Silbermedaille mit nach Hause nehmen.

Kurios: Mit unseren drei Kämpfern haben wir den 9. Platz in der Vereinswertung (ca. 15 teilnehmende Vereine) belegt ;-)

Wieder einmal bin ich als Trainer hoch zufrieden.

Die erste Europameisterschaft

Ein Debüt für unsere Abteilung Ju-Jutsu im TSV Lindenberg!

Auch wenn Chiara Werner im Rahmen der Nationalmannschaft des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes (DJJV) startete, macht das die Leistung unseres Vereins nicht kleiner …

Das Starterfeld in der Klasse bis 52 Kilogramm umfasste 11 Kämpferinnen aus 8 Nationen – die Besten ihrer Länder. Chiara lag mit 49 kg am unteren Rand der Gewichts- und mit 16 Jahren in der Mitte der Altersklasse. Nicht ganz unbedeutende Fakten. Zur Mannschaft gehörten auch die nominierten u16er Athleten, welche am parallel stattfindenden U16-World Cup teilnahmen. Unsere deutsche Mannschaft flog bereits am Donnerstag, den 24.10. jeweils in Gruppen von mehreren Flughäfen aus nach Heraklion, der Hauptstadt Kretas. Die Organisation durch den DJJV klappte vorzüglich. Alle Kämpfer waren im selben Hotel untergebracht.

Freitag, Samstag und Sonntag waren als Wettkampftage bestimmt.

Am ersten Kampftag waren die EM-Jungs der u18 (Fighting und Newaza) auf den Matten, Samstag die Fighting-Mädels der u18, die DUO –Kämpfer (und wieder BJJ) sowie die Altersklasse u16 des World Cup. Am Sonntag wurde nur noch DUO gekämpft. Chiara hatte zunächst Glück und bei der Auslosung der Kampfpaare ein Freilos erhalten. Das bedeutete, dass sie erst in der zweiten „Runde“ einsteigen brauchte.

Im ersten Kampf traf sie auf eine wirklich große gewachsene Griechin. Beide kämpften stark. Die Griechin hatte zwar Reichweitenvorteile, jedoch konnte Chiara diese durch gute und sehr schnelle Atemitechniken ausgleichen. Dann fing Chiara ein Bein der Gegnerin, kam aber unglücklicherweise nicht zur Innensichel heran und musste das Bein aufgeben. Das nutzte diese ihrerseits, drehte sich in einen Wurf und ließ Chiara dann keine Chance mehr. Auf diesem hohen Niveau sind Fehler nicht mehr zu korrigieren. Die Griechin gewann vorzeitig und schickte Chiara in die Trostrunde.

 


Hier gewann Chiara den nächsten Kampf souverän gegen ihre deutsche Zweitstarterin und kam eine Runde weiter, der Bronzemedaille entgegen.

 


Leider traf sie danach auf eine bärenstarke Französin. Ein Jahr älter und sicher am oberen Rand der Gewichtsklasse … Im Part 1 konnte Chiara ansehnlich mithalten und punktete gut. Als es jedoch zum Griffkontakt kam, wurde deutlich, dass die Französin hier überlegen ist. Es kam wie befürchtet: Die Französin schaffte es nach mehreren vergeblichen Versuchen, Chiara einen Wurf aufzuzwingen und aus der darauffolgenden Festhalte gab es kein endrinnen. Leider vorzeitig verloren – der Traum von einer Medaille dahin …

Und doch: ein sehr guter 5. Platz bei ihrer ersten Europameisterschaft! Chiara kann stolz auf ihre Leistung sein. Wir sind es jedenfalls! Das viele Training, der Schweiß und die Tränen haben zum Erfolg geführt. Herzlichen Glückwunsch.

Der Dank gilt vor allem Chiaras Trainingspartnerinnen Marlene Machineck und Leoni Miersch, ohne die diese Leistung nicht möglich gewesen wäre!

An dieser Stelle möchten wir, die Athletin, der Trainer und der Verein uns bei der Sportstiftung der Sparkasse Barnim für die starke Unterstützung bedanken. Es ist beruhigend, wenn man sich keine Sorgen um die finanzielle Seite der Vorbereitung auf einen solchen Höhepunkt machen muss.
 

Weimar, eine schöne Stadt … nur, dass wir keine Zeit hatten, sie uns anzusehen.

Der TSV Lindenberg war am Freitag mit 6 Kämpferinnen und Kämpfern angereist. Vom Ablauf her ist inzwischen alles schon Standard und Routine: zuerst zur Halle, die Kämpfer wiegen, dann in die Gaststätte zum Abendessen.
Cindy Machineck, unsere Quartiermeisterin, hatte wieder das Hotel mit Spa-Bereich gebucht. Tolle Sache – die Kids waren baden und wir in der Sauna.

Die Weimaraner nutzten in diesem Jahr eine andere Halle, in der für drei Wettkampfflächen Platz war. Zunächst gingen die Jüngsten (Altersklasse unter 8 - u8) in der Gewichtsklasse bis 29 kg an den Start: Leon Franke und Nico Miersch. Sie waren drei Kämpfer im Pool, hatten also je 2 Kämpfe zu bestreiten. Leon war der Kleinste und Jüngste der Riege. Er strengte sich diesmal sehr an und konnte besonders im Part 1 schon gut mithalten. Allerdings hatte er keine wirkliche Chance in den Parts 2 und 3 - so verlor er beide Kämpfe - Bronze für ihn.

Nico hatte ja schon gegen Leon gewonnen und stellte sich dem Dritten im Pool. Mit guten Atemis, einem gelungenen Wurf und besser gewordenen Festhalten bezwang er seinen fast ebenbürtigen Gegner und holte sich das ersehnte Gold. Danach war Rouven Franke (u10 bis 30 kg) aufgerufen. Sein Pool enthielt 5 Kämpfer, also vier Gegner. Rouven kämpfte in routiniert präziser Manier, holte sich viele Punkte im Part 1, setzte Würfe an, die in gute Festhalten mündeten und bezwang damit zwei seiner Kontrahenten vorzeitig. Aber auch andere Athleten sind gut. So traf er auch auf einen ebenbürtigen Gegner, der ihn überaus knapp schlug. Dem letztlichen Sieger war Rouven noch nicht gewachsen. Damit reichte es diesmal nur für Bronze.

Celina Schneider (u14-Kämpferin) gelang es diesmal nicht, die volle Konzentration auf ihre einzige Gegnerin zu fokussieren. Sie verlor beide Kämpfe – damit also Silber. In der u16 (bis 63 kg) gab es für Leoni Miersch ebenfalls lediglich eine Gegnerin. Beide kannten sich bereits aus vorherigen Begegnungen. Auch Leoni, die wirklich sehr gut aufgestellt war und im Part 1 ausgezeichnet punktete, konnte die beiden sehr spannenden Kämpfe trotzdem leider nicht siegreich gestalten, ebenfalls Silber für sie. Eine tolle Leistung!

Als letzte war Marlene Machineck (u18 bis 48 kg) aufgerufen. Ihr musste, wie so oft, eine Gegnerin „organisiert“ werden, da es keine Kämpferin in ihrer Kategorie gab. Sie trat deshalb eine Gewichtsklasse höher (bis 52 kg) an. Im ersten Part waren beide Kämpferinnen gleich stark, nur im Part 2 (Judo) kam Marlene mit ihrer Kontrahentin nicht zurecht. Sie wurde ein ums andere Mal im Wurfbereich überwunden und entkam den folgenden Festhalten nicht. Auch für Marlene also Silber.

Alles in Allem zeigten unsere Athleten gute Leistungen und wurden jeder mit einer Medaille belohnt.

Finkenwerder- Inselcup 2019

 

Am 20. September ging es vollbepackt in Richtung Hamburg. Mit an Bord zwei unserer „Kleinen“ Rouven Franke und Liam Niko Konzack, und zwei von unseren erfahrenen Kämpferin Leonie Miersch und Marlene Machineck. Am Abend erreichten wir nach unzähligen Baustellen endlich Finkenweder.

Zum Ort des Wettkampfes fuhren wir am nächsten Morgen. Dort wurden sehr zügig die ersten Wettkampflisten für die insgesamt 140 erschienen Kämpfer ausgehängt. Als erstes durften Liam Niko und Rouven (u10) antreten.

 

 

Liam Niko zeigte nach einem etwas holprigen Start eine beeindruckende Leistung in allen drei Parts. In drei Kämpfen setzte er sich mit starken Atemi-Techniken und gutem Durchhaltevermögen in Part drei durch. Bei zwei weiteren traf er auf einen überlegenen Gegner. Auch bei diesen zeigte Liam Niko sein Können, unterlag jedoch der größeren Erfahrung seines Gegenübers. Liam Niko blieb bis zur letzten Minute konzentriert und konnte sich damit die Silbermedaille in seiner Gewichtsklasse sichern.

 

 

Als nächstes ging Rouven an den Start. Trotz seiner Wettkampferfahrung war ihm die Nervosität durchaus an zu merken. Trotzdem zeigte er hier herausragende Würfe und Festhalten und gewann durch technische Überlegenheit. Auch den nächsten Kampf konnte er mit einem klaren Sieg beenden. Ab da an vergrößerten sich die Abstände zwischen den einzelnen Kämpfen.  Rouven konnte seine Konzentration in den folgenden Runden nicht aufrecht erhalten und unterlag seinen Gegnern. Ebenso wie Liam Niko ergatterte auch Rouven den zweiten Platz.

 

 

Stundenlanges Warten und Diskussionen mit dem Veranstalter erwarteten die Wettkämpfer im Anschluss. Nicht nur die Suche nach einer Gegnerin für Marlene gestaltete sich schwierig. Als endlich eine gefunden war, streikte der Vorsitzende des Finkenwerder Inselcups. Mit vereinten Überzeugungskünsten durften die beiden Mädchen in der u18 antreten.

Leonie (u16) konnte ihr Können nur kurz unter Beweis stellen. Trotz vortägiger Ankündigung gab es für sie nur eine Gegnerin. In diesen Kämpfen zeigte Leonie zwar gutes Durchhaltevermögen, ließ sich jedoch von der Stärke der Gegnerin im Bodenrandori einschüchtern. Trotzdem gab es auch hier eine Silbermedaille.

 

 

Zu Guter Letzt kämpfte Marlene (u18) gegen eine niederländische Wettkämpferin, die sich einverstanden erklärt hatte eine Altersklasse nach oben zu gehen. Marlene (durch eine Krankheit ohnehin schon geschwächt) musste sich hierbei schnell der technischen Überlegenheit ihrer Kontrahentin geschlagen geben. Doch auch hier: Silbermedaille!!

 

 

Fazit: 4 x Silber und glückliche Wettkämpfer

Laura Engler

Hanau 05./06. Oktober – die German Open des Deutschen Ju-Jutsu-Verbandes

Die Krönung aller Wettkämpfe in Deutschland: 499 Athleten der Altersklassen u18, u21 und Senioren aus 27 Nationen von 5 Kontinenten!

Lohnt es, für nur einen Athleten 1.200 Kilometer zu fahren?

Dagegen: die Kosten - die Zeit - der Aufwand – Ferien …

Dafür: die Quälerei beim Training - die Chance, auf der Ranking-Liste aufzusteigen – das Glücksgefühl des Erfolges – der Stolz auf die eigene Leistung – die Pflicht gegenüber dem Bundeskader und natürlich den Trainingspartnern verpflichtet

Leichte Entscheidung!

Also fuhren wir am Samstag durch gefühlt 20 Baustellen nach Hanau.

Chiara Werner, einzige Starterin des TSV sollte am Sonntag gegen Mittag kämpfen. Ihre Gewichtsklasse bis 52 kg war mit 5 Kämpferinnen, darunter einer Niederländerin, besetzt.

Unter den Kotrahentinnen befand sich auch Chiaras Zweitstarterin im Nationalkader. Sie war die Gegnerin im ersten Kampf. Es ging alles ziemlich schnell: Beide hatten bereits einen Ippon im Part 1, als Chiara einen Eckenwurf ansetzte, der nicht so ganz sauber gezogen war und sie in Unterlage brachte. Der Kampfrichter vergab leider keinen Punkt an Chiara vielmehr einen Wurfippon an die Gegenseite. Aus der folgenden Festhalte konnte sich Chiara nicht mehr befreien, so dass der dritte Doppelpunkt den (vorzeitigen) Sieg für die Kontrahentin brachte.

 

Trotzdem gab Chiara nicht auf. Sie kämpfte ein ums andere Mal sehr überlegen, gewann alle drei folgenden Auseinandersetzungen mit hohen Punktedifferenzen und profitierte davon, dass die erste Gegnerin ihrerseits zwei Kämpfe verlor. Da nutzte der Punktevorsprung von 50:0 aus dem ersten Kampf nichts mehr.

 

Chiara erkämpfte sich damit eine der 16 Goldmedaillen für Deutschland und DIE EINZIGE FÜR UNSER BUNDESLAND!